Sarah Depold
16. August 2022

Online-Kurs verkaufen: Meine Erfahrungen

Nach meinem ersten Kurs-Launch von SEO für Starter möchte ich meine Erfahrungen mit dir teilen. Ich spreche darüber, wie ich meinen Online-Kurs verkaufte und vermarktete. Ich gebe einen Ausblick auf meine nächsten Maßnahmen, wie ich mit meinen Online-Kursen Geld verdienen will und wem ich noch eine Chance gebe.

Dieser Beitrag enthält Werbelinks, die ich mit einem * markiere. Dadurch bekomme ich eine kleine Provision, du zahlst beim Kauf des Produktes nichts extra! 🙂

Online-Kurs verkaufen: SEO & was noch?

Als SEO-Expertin war vor meinem Launch meines SEO-Gruppenprogramms SEO für Starter eines klar: Ich werde durch SEO bekannt. SEO für meine Blogbeiträge soll mir regelmäßig Verkäufe generieren und ich will allein mit Online-Kursen Geld verdienen.

Die Theorie war klar - nur die Umsetzung scheiterte an meinen Fehlannahmen, die sich im letzten Jahr bereits zeigten. Einerseits waren das Evergreen-Kursverkäufe und andererseits meine Annahme, dass alles schnell geht. Unterschätzt habe ich vollkommen Automationen und E-Mail-Marketing.

Erfahrungen mit dem 1. Online-Kurs-Launch
Erfahrungen mit dem 1. Online-Kurs-Launch

Fehlannahme Nr. 1: Kaum Geld mit Evergreen-Kursverkäufen

Mein erstes Konzept bestand daraus, meinen SEO-Kurs in kleine Häppchen aufzuteilen und modular einzeln zu verkaufen. Der erste Ansatz war es, den Online-Kurs-Verkauf evergreen zu gestaltet. Das bedeutet, dass diese Kurse jederzeit zur Verfügung stehen.

SEO-Masterclass - Sarah Depold

Das klingt in der Theorie wunderbar. Das Problem ist nur: "Niemand" kauft Kurse, wenn diese ständig verfügbar sind. Es fehlt die kleine Alarmglocke, der Kaufgrund, der über großartige Inhalte hinausgeht. Es ist die Verknappung, die fehlt. Evergreen-Kursverkäufe funktionieren kurzfristig vielleicht mit ordentlichen Facebook-Ads und langfristig über SEO. Für einen echten Impact ist der Zeitraum aber zu kurz bei mir.

Evergreen Content ist unabhängig davon die beste SEO-Idee für Selbstständige und Unternehmen!

Ich mache authentisches, ehrliches Marketing. Daher sehe ich echte Verknappung nur bei Online-Kursen, die zeitlich begrenzt verfügbar sind. Also behielt ich zwar meinen Einsteigerkurs rund um die Keyword-Recherche: Keyword-Kurs als Evergreen-Kurs, doch meinen großen SEO-Kurs stellte ich auf ein Gruppenprogramm mit Launch um.

Online-Kurs vermarkten: Aha-Effekt

Dafür besorgte ich mir zuerst das Buch Launch von Jeff Walker*. Während ich bisher E-Mail-Marketing fälschlicherweise als antiken Online-Marketing-Kanal abtat, änderte das Buch meine Einstellung komplett.

Jeff Walker berichtet von seinen Launches. Er hatte eine wachsende E-Mail-Liste. Das sorgte dafür, dass er seine Produkte minutenschnell verkaufen konnte. Das klingt nach einem netten Konzept, das viel echte Bindung verspricht.

Das Beste: Die Personen tragen sich freiwillig in die E-Mail-Liste ein. Im Gegensatz zu Facebook & Instagram wird jeder Beitrag ausgespielt. E-Mails landen im Postfach. Instagram-Beiträge erreichen bei weitem nicht jeden meiner Follower. Mit Reels konnte ich zwar teils über 10000 Personen erreichen, doch die brachten nur selten Follower oder gar Kund:innen.

E-Mail-Marketing lernen

Ich machte also einige E-Mail-Marketing-Kurse. Mit dabei war ein sehr cooler E-Mail-Funnel-Kurs von Nadine Körn*. Damit wurde mein wöchentlicher Newsletter Vergangenheit. Ich erstellte einen E-Mail-Funnel. Somit bekommen alle neuen Abonnenten, die sich mein 0 € Workbook SEO-Kreislauf herunterladen, dieselben E-Mails. Alle Leser:innen sind auf demselben Level und bekommen in Abständen auch meine Produkte angeboten (siehe Angebot).

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Das ist von Vorteil, weil ich so einen Kreislauf erzeuge. Neue Abonnent:innen starten bei 0. Ich kann genau herausfinden, welche E-Mails ich verbessern kann und muss keine regelmäßigen E-Mails mehr schreiben. Meine Angebote gehen automatisch raus!

Nur im Launch passe ich die E-Mails an und weise auf meinen nächsten Online-Kurs-Launch meines SEO-Kurses (immer im Mai und Oktober = SEO für Starter SEO-Kurs) hin. Dann können sich Interessent:innen auf die Warteliste setzen lassen und bekommen weitere E-Mails mit Informationen.

Online-Kurs verkaufen & optimieren: Von Evergreen zum 1. Launch
Online-Kurs verkaufen & optimieren: Von Evergreen zum 1. Launch

Wie funktioniert ein Online-Kurs-Launch?

Also stand ich da und wusste, dass ich also launchen muss. Das heißt, mein SEO-Kurs sollte mehrere Wochen im Voraus stark beworben werden, vor allem über Social Media, Blog und E-Mails. Anschließend ist er einige Tage für den Kauf geöffnet und schließt danach.

Der Vorteil ist, dass ich tatsächlich eine feste Gruppe an Selbstständigen betreuen kann, die SEO selbst machen möchten. So haben wir Woche für Woche ein Thema, das gemeinsam bearbeitet wird. Es gibt Hausaufgaben zur praktischen Umsetzung und Live-Termine.

Das habe ich tatsächlich so umgesetzt und habe dafür den Selbstlernkurs Let's Launch von Tanja Baumann* gemacht. Damit erstellte ich den Content für einzelne Launch-Phasen vorab und konnte relativ entspannt mein Programm launchen.

Die Learnings nehme ich nun in den zweiten Launch und teile dir gerne einige davon mit.

Learnings aus meinem ersten Kurs-Launch

Ich wusste es natürlich, doch SEO dauert. Rankings lassen manchmal auf sich warten, die Optimierung kostet Zeit und dann gibt es so viele Baustellen, dass selbst mir der Kopf schwirrt: Wo soll ich anfangen?

Es ist keine gute Idee, neben dem Kurs-Launch andere Dinge machen zu wollen. Meine beiden anderen Blogs migrierte ich also zu einem einzelnen Projekt, dem Elternmagazin mit Wunschzettel-App bitte.kaufen. Die App haben mein Mann und ich gemeinsam entworfen. Er entwickelt diese und ich erstelle Content. Nur während des Launches ist dafür keine Zeit.

Online-Kurs erstellen und verkaufen

Ich würde es wie bisher auch machen: eine Beta-Runde starten. Statt den Online-Kurs sofort zu erstellen und zu verkaufen, sondern ihn erst in einer Vorrunde mit kleiner Teilnehmerzahl testen.

Es bringt nichts, ein schlechtes Produkt groß zu bewerben. Ein schlechtes Produkt bleibt auch mit Marketing schlecht! Folglich teste ich meine SEO-Inhalte zuerst, ob meine Zielgruppe damit arbeiten und erfolgreich lernen kann.

Präsent sein und Kooperationen eingehen

Was bei mir sehr gut half, waren Empfehlungen von Kundinnen. Auch ein Live-Video mit einer Website-Kollegin brachte mir zusätzliche Reichweite, eine Kundin für meinen Online-Kurs. Ich bespielte Instagram noch intensiver, drehte Reels und war einfach da, in den Storys, bei Nachrichten etc.

Kooperationen mit anderen sind nicht zu unterschätzen, wenn auch sehr zeitaufwändig. Immerhin müssen die Zielgruppen perfekt zueinander passen.

Was ich auch großartig finde: Ich wurde mehrmals in geschlossene Gruppen von Kolleginnen eingeladen. Dort durfte ich nicht über die Schönheit und den Nutzen von SEO erzählen, sondern auch von meinem Gruppenkurs. Perfekt!

Auch Digistore24 will ich noch eine Chance geben (trotz höherer Kosten, siehe Online-Kurse erstellen). Dort kann ich Affiliate-Links erstellen lassen. Das bedeutet, dass Personen, die meinen Kurs empfehlen, eine Provision bekommen. Dadurch will ich noch mehr Sichtbarkeit generieren, um meinen Online-Kurs zu verkaufen.

Nicht jede Chance passt

So hatte ich eine Präsentation vor einem sehr durchmischten Publikum. Dort kamen kritische und teils unangenehme Fragen. Vielleicht war ich auch sehr nervös, weil es eine andere Form von Webinar war und eine meiner ersten Präsentationen.

Auf jeden Fall fühlte ich mich nicht wohl. Bei allen folgenden Anfragen achtete ich darauf, dass die Zielgruppe auch zu mir passt. Dabei geht es nicht nur darum, eine potenzielle Kundschaft zu erreichen, sondern auch, dass alle zufrieden sind. Meine Zuhörer:innen sollen natürlich etwas lernen und mich kennenlernen. Wer sich tiefer mit SEO auseinandersetzen will, kommt dann eben zu mir.

Automationen sind unverzichtbar
Automationen sind unverzichtbar

Automationen sind unverzichtbar

Bei E-Mails setze ich bereits auf Automationen. Doch in diesem Marketing-Dschungel wartet noch viel mehr Automation auf mich. Ich wurschtle mich durch: Gebe Käufer:innen Tags, damit ich sie für Sales-E-Mails nicht erneut anschreibe. Doch es gibt so viel mehr, was ich automatisieren kann. Das wird noch ein großer Punkt auf der Liste sein.

Mein Beta-Kurs funktionierte gut

Was ich aus meinem ersten Launch besonders mitnehme, ist das Wissen, dass meine Inhalte rund um SEO toll sind. Sie sind im Großen und Ganzen gut aufeinander aufgebaut und verständlich - sagen die Teilnehmerinnen meiner ersten Runde. 🙂

Was absolut nicht funktionierte, ist der Live-Anteil. Vor dem Launch war ich zu 100 % überzeugt, dass alle am besten lernen, wenn ich live die Inhalte erkläre. Das ist natürlich totaler Murks, wie du dir vorstellen kannst. Jede:r lernt im eigenen Tempo. Daher sind vorher aufgezeichnete Videos viel besser. Diese können jederzeit pausiert werden, um das gezeigte Tool gleich selbst auszuprobieren.

Allerdings hatte ich das Konzept vorher auch so durchziehen wollen und es so transparent berichtet. Denn bevor ich alle Inhalte schick aufzeichne, wollte ich wissen, ob meine Kurs-Teilnehmer:innen auch mit den Inhalten klarkommen. Beim ersten Launch war ich noch nicht sicher. Jetzt bin ich es, sodass ich bald die ersten Videos aufnehme.

Mehr Zeit für Austausch & Co-Working

Ich nehme aus dem Feedback auch mit, dass ich mehr Zeit für den Austausch mitbringe. Durch die Live-Inhalte und Präsentation waren einige erschlagen vom vielen Inhalt. Den Content bereite ich nun anders auf.

Ich werde ein Co-Working anbieten. Das ist eine feste Zeit, in der alle die Hausaufgaben erledigen können. Zudem kommt so ein besseres Gruppengefühl auf.

Außerdem werde ich mehr "Hot-Seats" einbauen. Teilnehmer:innen dürfen noch mehr Inhalte zeigen, die sie erstellt haben, um Feedback von der Gruppe und mir zu bekommen.

Expert:innen-Workshops & Slack sind cool

Was mich sehr freut: Die externen Expert:innen mit Workshops aus dem letzten Kurs sind weiterhin dabei. Das bringt frischen Wind in die Runde und Wissen aus anderen Bereichen, das ich so nicht 100 % abdecken kann.

Die Workshops kamen sehr gut an und bleiben ein fester Bestandteil meines Konzepts. Dass ich mich für Slack statt Facebook-Gruppe entschied, bereue ich auch nicht. Einzig der feste Fahrplan hat es nicht in den ersten Launch geschafft. Das hole ich beim nächsten Launch nach!

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Daran sitze ich aktuell:

  • Termine zum Abonnieren ohne Zoom-Wirrwarr
  • Mails mit aktuellen To-Dos
  • Ein stets sichtbarer roter Faden

Fazit: Online-Kurs verkaufen ist nicht leicht

Selbst mit meinen 14 Jahren Online-Erfahrung war der erste Launch nichts, was ich nebenbei mache. Dank der Weiterbildung mit Nadine Körns E-Mail-Funnel und Let's Launch von Tanja Baumann hatte ich sehr gute Unterstützung, dennoch bin ich als Solo-Selbstständige gut beschäftigt. Ich muss den Fokus auf einige wenige Dinge legen. Das sind auf jeden Fall SEO samt Blog, E-Mail-Marketing, Podcast und Instagram. Wie du siehst, sind es vor allem eigene Plattformen, die ich bespiele. Nur Instagram ist eine externe Plattform.

Mein letzter Tipp: Trage dich unverbindlich auf meiner Warteliste zu meinem SEO-Gruppenprogramm SEO für Starter ein. Dort bekommst du alle Infos zum nächsten Launch. 🙂

Sarah Depold
Ich bin seit 2008 im SEO-Business und war vor meiner Selbstständigkeit in Startups & KMU als Head of SEO sowie Head of Online-Marketing angestellt. Nun lehre ich SEO in Online-Kursen.
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2 comments on “Online-Kurs verkaufen: Meine Erfahrungen”

  1. Ich war auch am vorbereiten eines eigenen Online-Coaching und habe auch schon Texte geschrieben und auch schon Videos abgedreht nur hat es bei mir am Schneiden der Videos gehapert, was dann doch sehr lange dauert und so habe ich mich um entschlossen und eine eigene Agentur gegründet.

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