Sarah Depold
3. Januar 2023
(Aktualisiert: 5. Januar 2023)

5 Fragen für dein Blog-Konzept als Selbstständige

Prozesse helfen Selbstständigen und Unternehmen dabei, den Überblick zu behalten und zur richtigen Zeit, die richtigen Dinge zu tun. Doch hast du bereits an ein Blog-Konzept gedacht? Bevor du mit dem Schreiben startest, hilft dieses dir dabei, eine Leitlinie zu finden. Du weißt jederzeit, welche Themen relevant sind, für wen du schreibst, mit wem du zusammenarbeitest und wofür du das alles machst. Ein Blog ohne Konzept bringt dir keine Besucher. Daher erzähle ich dir, wie du strategisch an deinen Blog gehst.

Wofür brauche ich ein Blog-Konzept?

Stell dir vor, du hast endlich einen Blog und der ist leer. 🤯 Du hast keine Ahnung, womit du starten sollst, nachdem der Blog erstellt ist. Wie hilft dir ein Blog Konzept? Darin legst du die Grundbausteine deiner Plattform fest. Dazu gehören technische, inhaltliche sowie konzeptionelle Ideen.

Den klassischen Blog gibt es nicht mehr

Früher wurden Blogs eher wie ein Tagebuch geschrieben. Es gab chronologische Einträge, die persönliche Gedanken enthielten. Dort wurde die Kommentarfunktion mitunter rege benutzt, Gleichgesinnte und Trolls tauschten sich aus. Es gab sogar Blogrolls, also Linksammlungen zu anderen Blogs und Websites, die gerne gelesen werden.

Diese klassischen Blogs sind selten geworden. Bei Unternehmen gibt es diese Blogs nicht, denn sie haben einen großen Nachteil: Sie lassen sich nicht für SEO optimieren. Darum verzeih, wenn ich den Begriff Blog ein wenig falsch verwende.

Unternehmen schreiben in Corporate Blogs, die sich jedoch deutlich von den früheren Blogs (Weblogs) unterscheiden. In der Business-Welt werfen sich die Blogger:innen keine Stöckchen zu, wie Blogparaden

Erste Schritte mit SEO lernen

Was enthält ein Blog-Konzept?

Wie wichtig ist der Blogname? Falls du einen kreativen Namen suchst, denke daran, dass er dich nicht zu sehr einengen sollte. Vielleicht änderst du dein Themenfeld später noch. So wäre es wenig hilfreich, wenn du als Zoogeschäft-Inhaberin den Blog Hundetestwiese nennst, wenn du später jedoch noch Katzen- und Vogelbedarf besprechen willst. Halte den Namen folglich entweder generischer oder nutze schlicht Blog bzw. deinen Namen als Zusatz.

Es kann sich immer etwas ändern. So überlegte ich lange, ob ich meinen 2010 gegründeten Blog Mamaskind umbenennen soll, als ich weitere Kinder bekam. Ich entschied mich gegen eine Umbenennung. Diese führten wir erst im Rahmen eines strategischen Domainwechsels zugunsten unserer Wunschzettel-App bitte.kaufen ein. Aus meinem Mamablog Mamaskind wurde das bitte.kaufen Magazin für Eltern. Die Beiträge dort nenne ich dennoch Blogartikel oder schlicht Blogposts.

Unterschiede von Blog und Magazin - und warum sie egal sind

Fest steht, du schreibst einen Blog, der Selbstständigen viele Vorteile bietet. Natürlich schreibst du darin nicht, wie dein Tag gelaufen ist, es ist heute kein Tagebuch mehr. Selbst wenn diese Einblicke in den Instagram-Storys teilweise ganz nett, persönlich und nahbar sind, so haben sie in einem modernen Blog von Selbstständigen nichts mehr zu suchen.

Der Name Blog hat sich im Business durchgesetzt. Manche sprechen noch von Business-Blog, Corporate Blog oder Unternehmensblog. Dennoch meinen alle eigentlich eins: ein Magazin. Dieses ist strategisch geplant, hat Ziele, die sich auch messen lassen und ist einer der ersten Kontaktpunkte von potenziellen Kunden. Das Stichwort lautet hier: Wer ist deine Zielperson?

Welche Art von Blog soll ich starten?

Aus SEO-Sicht rate ich dir ab, ❌ ohne Plan Blogbeiträge zu schreiben. Für deine SEO-Strategie und damit die nachhaltige Sichtbarkeit in Suchmaschinen ist das Blog-Konzept wichtig.

Höre in meine Podcast-Folge zur Strategie rein:

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Egal, wie du es nennst, Blog oder Magazin: Starte mit einem Konzept. Darin klärst du, welche Formate du auf deiner Plattform zeigen möchtest. Sind es reine Interviews, ein Blick hinter die Kulissen und Vertriebswege? Willst du dich als Expertin positionieren und mit deinem Blog in Google gefunden werden? Überlege vorab, welchen Weg du gehen möchtest.

Selbstverständlich ist ein Mix aus allen Blog-Arten möglich. Denn ein Blog kann mehr als nur SEO-Basis sein. Möchtest du allerdings über deinen Alltag schreiben, erstelle lieber einen privaten Blog. Das ist im Business-Kontext fehl am Platz.

Dafür solltest du zuerst überlegen, wie deine Blog-Ziele lauten. Diese passen grundlegend zu deinen Business- und anderen Online-Marketing-Zielen. Was ist das große Ganze?

Ich reiße diese kurz an: Umsatz und Gewinn sind die Hauptziele jedes Unternehmens. Wie kann dein Blog auf diese Ziele einzahlen? Brich sie in messbare Zahlen herunter und mache ein regelmäßiges Monitoring, ob du diese in Zwischenschritten erreichst.

So kannst du deinen Blog-Plan entwerfen

Nun hast du dir Gedanken gemacht, wofür du den Blog haben möchtest und sogar erste Ziele aufgestellt. Die Fragen Was? und Warum? hast du beantwortet. Jetzt fehlen noch das Wer?, das Wann? und Wie?

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Für dein Blog-Konzept stelle dir folgende 5 Fragen:

  1. Was? - Welche Art von Blog?
  2. Warum? - Was sind deine Blog-Ziele?
  3. Wer? - Wer ist deine Zielgruppe?
  4. Wann? - Wie häufig willst du bloggen? + Workflow
  5. Wie? - Wie sehen deine Inhalte aus: Keywords?

Am besten notierst du alles in einer Notiz-App bzw. einem echten Notizbuch. Schreib alles auf und halte das Dokument in Reichweite.

Für wen schreibst du den Blog?

Diese Frage mag einfach sein, deine Kunden sollen deinen Blog lesen! Wenn du weiter ins Detail gehst, wirst du feststellen, dass die meisten Blogleser Fremde sind. Mein Ziel ist es, dass ich mit meinem SEO-Blog Personen erreiche, die selbstständig sind und deren Fragen ich beantworten kann. Meine Themen sind SEO-Tipps, Blog-Tipps und Business-Themen, die für Selbstständige relevant sind.

Bei jedem Blogbeitrag habe ich mein Blog-Konzept vor Augen. Ich schreibe für eine Zielgruppe, die mich noch nicht kennt. Deswegen sind meine Blogartikel anders formuliert als meine Newsletter. Meine Abonnenten kennen meinen Schreibstil, meinen Humor und meine Liebe für Computerspiele.

Würde ich im Blog beginnen, ausschweifend über meine täglichen Gamingrunden zu philosophieren, wären die Leser eher abgeschreckt. Ein Blog ist oftmals ein erster Kontaktpunkt. Er stellt zarte Verknüpfungen her. Daher halte ich mich am Riemen und lenke dezent zum Blog-Konzept zurück. Huch!

Wie oft willst du bloggen?

Einen Blog aufzusetzen, reicht nicht aus. Ich erzähle dir das Offensichtliche. Dennoch ist klar, dass ein Blog viel Arbeit ist bzw. am Anfang sein kann. Wer beruflich bereits viel schreibt, hat weniger Berührungsängste mit einer weiteren Plattform neben der Website.

Denke daran, dass nicht jeder verfügbare Online-Marketing-Kanal bespielt werden muss. Erstelle deine Content-Strategie und bleib deinen eigenen Medien treu. Ein Blog, der auf deiner Domain, unter deiner Kontrolle liegt, ist aus meiner Sicht als SEO-Expertin der beste Kanal. Wie viele Kanäle kannst du noch mit Inhalten füllen - neben deiner eigentlichen Arbeit als Selbstständiger?

Ich habe einen Redaktionsplan erstellt. Ich schreibe alle zwei Wochen einen Blogpost und plane diesen vor. Zusätzlich erstelle ich dazu zeitnah die Instagram-Beiträge und die Podcast-Folge. Ich erstelle zu jedem Blogartikel einen Blogcast, spreche den Text also ein.

Da auch Google frische Inhalte liebt, solltest du mindestens einmal im Monat einen sehr guten Blogpost veröffentlichen. Was ist sehr gut in diesem Fall? Das Thema sollte deine Zielgruppe interessieren. Es sollten Fragen beantwortet werden, die sie in Google sucht. Das ist wichtig, damit dein Blog in Google gefunden wird. Setze den Fokus auf Suchmaschinenoptimierung!

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Wann willst du bloggen?

In meinem SEO-Gruppenprogramm SEO für Starter sehe ich es immer wieder: Diejenigen, die in ihrer Selbstständigkeit am Computer tätig sind, starten schneller und weniger scheu mit ihrem Blog. Meine Kundinnen, die eher offline arbeiten oder selbst neu mit ihrer Website und im Online-Marketing unterwegs sind, haben Respekt vor Technik und dem Veröffentlichen-Knopf in WordPress.

Daher empfehle ich im Blog-Konzept auch gleich festzulegen, wann deine Schreibtage sind. Was nicht geplant wird, findet ansonsten nicht statt.

Manche Selbstständigen schaffen es nicht, ganze Schreibtage einzurichten. Ist das bei dir so, dann blocke dafür lieber kleine Zeiten in deinem Kalender. Time-Blocking ist eine ganz wunderbare Art, um Ziele zu erreichen!

Wie du richtig gute Inhalte und Themen findest

Wenn du zu meinen treuen Bloglesern bzw. Podcast-Hörern gehörst, weißt du, was jetzt kommt. Tada: die Keyword-Recherche! Das ist nahezu ein Zauber-Tool. Damit tauchen Fragen wie "Worüber soll ich denn bloggen?" gar nicht erst auf.

Natürlich habe ich auch dazu einen Blogpost geschrieben: Keyword-Recherche-Anleitung. Das ist der erste knackige Schritt, mit dem du lernst, dass jeder es lernen kann. Willst du richtig tief einsteigen, habe ich für Anfänger und Fortgeschrittene einen Selbstlernkurs erstellt.

Darin findest du alles Wichtige von der Zielgruppenerstellung, Personas, einem Workshop zum sofort Mitmachen sowie auch eine große und großartige Tabellenvorlage, mit der du gleich starten kannst. Ich zeige dir praxisnah coole SEO-Tools, wie du sie verwendest und wie du aus den Keywords, also Suchbegriffen Themen für deinen Blog und deine Website findest. Klingt das gut? Dann schau in den Keyword-Recherche-Kurs:

Setze dein Konzept in die Tat um

Bedeutend ist: bleib dran und setze dir realistische Ziele und Zeitpläne. Zu Beginn veröffentlichte ich noch wöchentlich einen neuen Blogpost. Das war super, so kam Google öfter zum Crawlen und Indexieren meiner Beiträge vorbei. Ohne diese Tätigkeiten können deine Webseiten nicht in der Google-Suche gefunden werden.

Das Problem war: Ich war im Content-Hamsterrad, das ich mit der Entscheidung für nur wenige Social Media Kanäle eigentlich umschiffen wollte. Also ruderte ich zurück und stellte meinen Zeitplan auf einen zweiwöchentlichen Rhythmus um.

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Ich erstellte einen Redaktionsplan und weiß nun vorab, welche Themen ich in den nächsten drei bis sechs Monaten schreibe und veröffentliche.

Und wenn sich deine redaktionellen Pläne ändern? Dann schiebst du einfach die Themen umher! Es ist okay, dass du Inhalte variierst, sobald sich ein tagesaktuelles Thema ergibt, das unbedingt auf deinen Blog muss. Prüfe jedoch, ob dieses Thema im nächsten Jahr auch noch bedeutend ist, also in Google gesucht wird. Wenn nicht, checke, ob du den Inhalt wirklich brauchst. Sonst wird er einmal vielleicht viel gelesen und dann nie wieder.

Fragen zum Blogkonzept?

Schreibe mir gerne weitere Fragen ins Kommentarfeld. Häufige Fragen liste in hierunter auf.

Muss ich mich an mein Blog-Konzept immer halten?

Ein Blog-Konzept bietet die Grundlage und soll dein Blogger-Leben als Selbstständige vereinfachen. Du hast eine Struktur, kennst die Fragen, für wen, was und wie oft du schreibst. Die Themen kannst du selbstverständlich ändern, wenn du einen Redaktionsplan erstellt hast.

Was kann ohne Blog-Konzept passieren?

Ohne Konzept könntest du an deinen Business-Zielen vorbeischreiben. Blogartikel zu erstellen, nur um einen Blog zu haben, kann ganz leicht schiefgehen. Ein Blog ohne Leser bringt dir genauso viel wie auf allen Social Media Kanälen präsent zu sein, ohne Ziele zu verfolgen: nichts.

Wie lange dauert die Erstellung?

Nimm dir Zeit, um das Konzept zu überlegen. Das darf gerne mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Immerhin erstellst du das Blog-Konzept nur einmal grundlegend und passt es nur selten an. Das tust du nur, wenn sich deine strategische Ausrichtung ändern.

Du möchtest Hilfe bei deinem Blog-Konzept haben?

Starte mit der Keyword-Recherche. Damit baust du dir einen soliden Content-Plan für deine Website und deinen Blog auf. Du weißt, was deine wichtigen Themen sind, über die du schreiben kannst. Noch besser, dank der analysierten Keywords findest du damit heraus, welche Themen häufig in Google gesucht werden und sich überhaupt lohnen.

Lass uns in meiner Beratung, der SEO Power Hour, gerne per Zoom über deine Blog-Pläne und SEO sprechen. Vorab empfehle ich dir unbedingt, Keyword-Recherche zu lernen. Das rentiert sich langfristig für deine Sichtbarkeit in Google!

Sarah Depold
Ich bin SEO-Expertin, seit 2008 im SEO-Business und war vor meiner Selbstständigkeit in Startups & KMU als Head of SEO sowie Head of Online-Marketing angestellt. Nun lehre ich SEO in Online-Kursen.
Mehr über mich und zum SEO-Kurs.

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