Sarah Depold
6. Dezember 2022
(Aktualisiert: 13. Januar 2023)

SEO-Kosten: Was kostet die Optimierung? Tipps für Selbstständige

Was kostet Suchmaschinenoptimierung? Für Selbstständige und kleine Unternehmen ist der Preis sehr relevant: Wie hoch sind die SEO-Kosten und welche Möglichkeiten gibt es? Solltest du die Dienstleistung an eine Agentur oder Freelancer auslagern oder lohnt es sich, selbst mit SEO zu starten?

Dieser Beitrag enthält Werbelinks, die ich mit einem * markiere. Dadurch bekomme ich eine kleine Provision, du zahlst beim Kauf des Produktes nichts extra! 🙂

Wie viel darf SEO kosten?

Da ich meinen SEO-Blog insbesondere für Selbstständige und kleine Firmen schreiben, ist die Frage nicht, wie viel SEO kostet, sondern wie hoch der Preis tatsächlich ist. Gerade SEO für kleine Unternehmen ist eine Investition, die sich erst noch rentieren muss. Website-Optimierung bringt nicht sofort Ergebnisse, SEO kann dauern.

Welche Kosten auf dich zukommen, wenn du den Teil des Online-Marketings als Dienstleistung auslagerst, kommt auf das Modell an.

Was kostet Suchmaschinenoptimierung? - sarah-depold.de
Was kostet Suchmaschinenoptimierung?

Welches SEO-Preismodell möchtest du haben?

Hand aufs Herz: Eine einmalige Website-Optimierung bringt dich nicht auf Seite 1 für deine relevanten Keywords. Dazu gehört mehr, als eine Agentur ein paar Links setzen, Texte schreiben oder Webseiten optimieren zu lassen. Einmal SEO ist keinmal. 🤷🏼‍♀️

Erste Schritte mit SEO lernen

Zahle monatlich (Retainer-Modell)

Wenn du die Website-Optimierung komplett an eine Agentur auslagern möchtest, bietet sich ein Retainer an. Das ist quasi ein monatlicher Festpreisvertrag, ein wiederkehrender Service als Abo-Modell mit festgelegten Stunden. Grundsätzlich empfehle ich dir dieses Modell, wenn du die Sichtbarkeit deiner Website in professionelle Hände geben möchtest.

SEO-Maßnahmen müssen regelmäßig erfolgen, daher bringt eine einzelne Beratung oder Umsetzung natürlich keine Gummipunkte - oder auch Rankings.

Das große Aber des SEO-Retainers kommt beim nächsten Punkt: Wie hoch ist der Stundensatz von SEO-Freelancern oder Agenturen?

Mein Tipp: Vereinbare zu Beginn ein kleines Paket, z. B. mit drei Monaten, mit vorausschaubaren SEO-Kosten und lasse dich nicht zu einem Jahresvertrag überreden. Die Zusammenarbeit sollte langfristig erfolgen, ja. Jedoch möchtest du vorab sicher die Gewissheit haben, dass dir professionell geholfen werden kann.

Bezahle für einzelne Stunden

Einzelne Stunden machen besonders dann Sinn, wenn du viel selbst umsetzen und dich beraten lassen willst. Ich biete dafür eine SEO-Power-Hour an. Das ist ein 60 Minuten Zoom-Videogespräch. Die Kunden, die diese Dienstleistung buchen, sind etwas weiter mit ihrer Strategie. Sie wissen bereits, wie die Grundlagen funktionieren und haben viele Dinge bereits umgesetzt.

Im Retainer-Modell wird stundenweise, gebündelt abgerechnet. Monatlich bekommst du dabei eine Auswertung, welche Maßnahmen in welchem Zeitumfang vorgenommen wurden. Spätestens jetzt weißt du, was ich mit dem großen Aber meinte.

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SEO-Stundensätze starten ab ca. 80 € und gehen bis ca. 200 €. Wie viel Ergebnisse bekommst du, wenn du einzelne Stunden in Auftrag gibst? Die Antwort ist: sehr wenige.

Attraktiver ist ein Abrechnungsmodell mit einem Tagessatz. Damit kann vorab definiert werden, welche Maßnahmen enthalten sind.

Auf den Aufwand kommt es an!

Ich fasse zusammen: Wenn der Stundenlohn für SEO bei etwa 100 € liegt und du ein Retainer-Modell wählst: Wie viel Aufwand betreibt der Freelancer bei 500 € Monatsbudget? Selbst 500 € können für einige schon hohe SEO-Kosten sein.

Falls du wie ich Sachaufgaben hasst, löse ich schnell auf: Der Freelancer arbeitet 5 Stunden im Monat. Die logische Folgefrage lautet: Was schafft ein Profi bzw. eine SEO-Expertin in 5 Stunden? Die kurze Antwort ist, nicht viel.

Welche regelmäßigen Leistungen brauchst du?

Klassische SEO-Schritte für Retainer-Modelle sind:

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  1. SEO-Analyse (5 - 10 Stunden)
  2. Konkurrenzanalyse +
  3. Keyword-Recherche & -Analyse (10 Stunden)
  4. Strategieplanung & Content (5 - 10 Stunden)
  5. SEO-Maßnahmen durchführen (10 Stunden monatlich)
  6. Reporting (2 h monatlich)

Damit du professionell im Online-Marketing betreut werden kannst, wird zuerst ein SEO- sowie ein Content-Audit gemacht. Das bedeutet, dass deine bestehenden Inhalte geprüft und hinsichtlich Bedienbarkeit, Inhalt und Ranking-Chancen beurteilt werden.

Die Technik-Basis wird untersucht, sodass alle Hürden, die potenziellen Seite 1 Rankings im Wege stehen könnten, notiert werden. Das ist die SEO-Analyse deiner Website. Das dauert mindestens 5 bis 10 Stunden, je nach Umfang der Website. Hier kommen 500 - 1000 € auf dich zu.

Anschließend folgen eine SEO-Konkurrenzanalyse und die Keyword-Recherche sowie -Analyse. Da können nochmal etwa 10 Stunden vergehen. Weitere 1000 € kostet die Keyword-Recherche für die gesamte kleine Website.

Mit der Content-Planung, der SEO-Strategie gehen weitere 5 - 10 Stunden auf den Stundensatz-Zettel deines Freelancers, bzw. der Agentur. 500 bis 1000 € kostet die Strategieplanung.

Bis hierhin können bereits 20 bis 30 Stunden vergangen sein, dabei wurde noch keine Änderung an den bestehenden Inhalten vorgenommen!

Kosten für Durchführung der SEO-Maßnahmen

Agenturen rechnen mitunter mit verschiedenen Stundensätzen für Recherche & Durchführung der Aufgaben. Ich handhabe das anders und kalkuliere mit einem Durchschnittssatz.

Die Durchführung sollte regelmäßig passieren, da es nichts bringt, nur einmal SEO zu machen oder nur einen Blogbeitrag bzw. eine Landingpage zu schreiben. Inhalte müssen stetig optimiert und erweitert werden.

Daher rechne mit mindestens 10 Stunden für Optimierungsmaßnahmen (Texte erstellen, onpage-Methoden & offpage: Backlinks), die du auslagern willst. Dann bist du im Retainer-Modell bei ca. 1000 € pro Monat. Für Selbstständige am Anfang ist das ein gewaltiger Happen.

Was kostet SEO bei Freelancer oder Agentur? - sarah-depold.de
Was kostet SEO bei Freelancer oder Agentur?

SEO-Reporting

Ein kleiner Reporting-Anteil kommt noch hinzu. Darin sind monatlich alle Maßnahmen enthalten, die durchgeführt wurden. Zudem muss darin stehen, welche Erfolge zu verzeichnen sind. Damit sind natürlich keine Fake-Rankings gemeint, also Keywords auf Seite 1 in Google, die keine Besucher und Umsätze bringen.

Merke: Sei immer kritisch, wenn dir SEO-Profis Seite 1 Rankings versprechen. Prüfe, ob es deine wichtigen Hauptkeywords sind, die ein hohes Suchvolumen haben und auch umsatzrelevant sind. Sonst werden die Erfolgsversprechen schnell Geldverschwendung.

Kalkuliere die SEO-Kosten für das Auslagern der Arbeit also mit anfänglichen Preisen für die Bestandsaufnahme von ca. 2000 bis 3000 € und monatlichen Kosten von mindestens 1000 €.

Bist du bereit, diese Summe regelmäßig in die Sichtbarkeit deiner Website zu investieren? Beide Antworten sind vollkommen legitim. Viele meine Kunden und Kundinnen wollen die Optimierung für Suchmaschinen eher selbst machen, um diese hohen Kosten anfangs zu umgehen. Sie wollen verstehen, welche Maßnahmen relevant sind, damit sie ebenso auf Augenhöhe das spätere Auslagern kommunizieren können.

Mein Tipp: Du kannst SEO selbst machen, wenn du am Anfang stehst. Freelancer oder Agentur kannst du immer noch beauftragen, wenn du einen guten Überblick bekommen hast.

Wie wäre es mit einem Provisionsmodell?

Ich halte nichts davon, eine Agentur oder Freelancer am Erfolg zu beteiligen. Das ist unvorhersehbar, weil Rankings nicht planbar sind. Auch mit einer sehr guten Strategie kann alles anders kommen. Immerhin gibt es sehr, sehr viele Änderungen im Algorithmus und unterschiedliche Suchergebnisse für jede einzelne Person.

Andersherum ist es für Selbstständige ohne Kenntnisse sicherlich schwer, herauszufinden, was denn genau eine Provision bedingt. Da sehr viele Seitenaufrufe und Käufe aufgrund von Cookiebanner-Tools nicht mehr aufgezeichnet werden, gibt es manchmal abenteuerliche Provisionsmodelle. Das sind einfach unkalkulierbare SEO-Kosten.

Du möchtest ein Beispiel haben? Wenn du dich etwas mit dem Suchvolumen von Keywords beschäftigt hast, weißt du, dass es Keywords gibt, die nur sehr wenig oder gar nicht gesucht werden. 🚨 Dann gibt es dort auch keinen Wettbewerb. Das ist klar. Du brauchst keine Rankings für Keywords, die niemand sucht oder suchen wird.

Zuerst klingt das schön: Du zahlst nur, wenn Erfolge zu verzeichnen sind. Doch allein für Keyword-Rankings würde ich niemals bezahlen. Conversions, also Käufe oder Anmeldungen für Newsletter oder Leadmagneten, sind hier relevant. Generell empfehle ich dieses Modell grundsätzlich nicht.

Zu sehr erinnert mich das an dubiose Finanzprodukte, die nicht zu mir passen, mir aber oft empfohlen wurden, weil die Provision dort höher war. Was hält also gewiefte SEOs davon ab, nur für Keywords zu optimieren, bei denen sie die meiste Provision bekommen, du aber nichts vom Kuchen hast, dafür immense Kosten?

Was ist mit einer Beteiligung am SEO-Umsatz?

Mal andersherum: Wenn mir als Bloggerin Firmen eine Zusammenarbeit anbieten, die nur auf möglichen Affiliate-Verkäufen basiert, ist das für mich nicht relevant. Ich leiste vorab die ganze Arbeit, weiß aber nicht, ob sich meine vielen Arbeitsstunden auch in Geld auszahlen werden. Das lohnt sich nur bei hochpreisigen Produkten, bei denen mein Blog Rankingchancen hat.

Gleichfalls würde ich SEO nicht für eine Beteiligung am Umsatz als Dienstleistung anbieten. Was ich gut finde, ist ein gemischtes Modell. Es gibt einen Fixbetrag für meine Arbeit sowie eine Beteiligung am Umsatz. Das hatte ich bereits als angestellte Head of SEO in einem meiner letzten Unternehmen.

Hier spielen jedoch Messungenauigkeiten eine Rolle. Es gibt verschiedene Trackingmodelle. Welchem Online-Marketing-Kanal wird die Conversion zugerechnet? Was ist hier fairer, der erste Klick oder tatsächlich der letzte? Wenn jemand zuerst auf eine Werbeanzeige klickt, die Seite verlässt und Tage später über das organische Ergebnis kauft: Welchem Kanal wird der Kauf zugerechnet?

  • 👉 Eine alleinige Beteiligung am SEO-Umsatz finde ich folglich nicht empfehlenswert.

Was kostet SEO im Einzelnen?

Warum kostet SEO so viel, wenn ich behaupte, dass jede:r Suchmaschinenoptimierung selbst lernen kann? Es ist ein Handwerk, klar. Es gibt günstige Tools, mit denen du viel erreichen kannst. Sobald der Wettbewerb steigt (Stichwort Kreditbranche), reicht das Anfangswissen nicht mehr aus.

Da werden mitunter Profi-Tools benötigt. Diese gibt es für viele einzelne Bereiche wie Linkbuilding, Rankings, Texte, On-Page usw. Manche starten erst ab 100 bzw. 150 € pro Monat und liefern genauere Ergebnisse als die Basis-Tools.

Es bringt daher auch nichts, Online-Marketing günstig auszulagern. Gehe auf keinen Fall auf eine dieser Web-Plattformen, die für 30 € Links oder gar Expertise anbieten. Das wird später oft bitter bereut. Nicht jeden SEO-Fehler kann man einfach beheben.

Fazit: SEO kostet viel. Starte selbst

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Wenn du selbstständig bist, bist du der Experte bzw. die Expertin auf deinem Gebiet. Du kennst dein Thema. Das ist die perfekte Voraussetzung, um mit Suchmaschinenoptimierung zu starten! Du brauchst dein Wissen nur noch ins Internet zu bringen und damit gefunden zu werden, damit du langfristig Geld verdienst.

Das ist Website-Optimierung grob in einem Satz zusammengefasst. Die SEO-Kosten für Freelancer und Agenturen sind zu Beginn des Business für viele zu hoch. Da bleibt die viel kostengünstigere Alternative, selbst SEO zu lernen. Kalkuliere vorab dein Budget!

Mein Tipp: Starte mit der Keyword-Recherche als Online-Kurs, wenn du einen Einblick bekommen möchtest.

Wenn du Suchmaschinenoptimierung von Beginn an in der Gruppe lernen möchtest, trage dich gerne unverbindlich auf meiner Warteliste zu meinem 12-Wochen-Programm "SEO für Starter" ein. Im Frühjahr und Frühherbst öffne ich die Türen für selbstständige Trainer, Coaches, Experten und Shop-Inhaber:innen.

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Sarah Depold
Ich bin SEO-Expertin, seit 2008 im SEO-Business und war vor meiner Selbstständigkeit in Startups & KMU als Head of SEO sowie Head of Online-Marketing angestellt. Nun lehre ich SEO in Online-Kursen.
Mehr über mich und zum SEO-Kurs.

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